Die Wohnungsgesellschaft Saarland, WOGE Saar, wird im größten St. Ingberter Stadtteil eine neue Kindertagesstätte mit 144 Plätzen bauen. Erteilte Genehmigungen vorausgesetzt, sollen im Lauf des Jahres auf dem 2.850 Quadratmeter großen Grundstück die ersten Arbeiten beginnen. Die Kosten des geplanten Massivbaus mit Flachdach, Photovoltaik-Anlage und Wärmepumpe sind mit 8,5 Millionen Euro veranschlagt.
Für die WOGE Saar ist es bereits die vierte Tagesstätte, die sie realisiert. Geschäftsführer Mirco Bertucci betont: „Wir freuen uns darauf, einen Ort zu schaffen, der Rohrbacher Familien spürbar entlastet. Dort erhalten 144 Kinder eine individuelle Förderung, die von moderner frühkindlicher Bildung als auch bei Bedarf einem inklusiven Ansatz geprägt ist. Durch unsere Erfahrung im Bau von Kindertagesstätten verfügen wir über die notwendige Expertise und ein starkes Partner-Netzwerk. Das belegen die bisherigen KiTa-Projekte unserer Gesellschaft.“
WOGE-Prokuristin Britta Lösing erklärt, dass „in der künftigen KiTa acht Gruppen, eingerichtet werden. Davon sind drei für maximal elf Krippenkinder vorgesehen, also Kinder unter drei Jahren.“ Dazu kommen drei KiTa-Gruppen für je 25 ältere Mädchen und Jungen sowie zwei integrative Gruppen. Letztere bieten maximal 18 Plätze für Kinder mit Förderbedarf. Falls notwendig, könnten weitere integrative Plätze geschaffen werden.
In Vorbereitung
Laut Raffaella Del Fa, Leiterin der Rathaus-Abteilung für Stadtentwicklung, ist das Projekt „planungsrechtlich in trockenen Tüchern“. Denn der St. Ingberter Stadtrat hat den Bebauungsplan Ende vergangenen Jahres beschlossen. Mit der WOGE Saar werde jetzt ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Das heißt, die Stadt räumt dem Bauherrn das Recht ein, auf dem Areal ein Gebäude zu errichten, bleibt aber im Besitz des Grundstücks.
Wer die Tagesstätte betreiben wird, ist noch offen. Die Stadt verhandelt derzeit mit verschiedenen Trägern.
Neben Kommune und Kreis sind auch Bildungsministerium, Sozialministerium, Landesamt für Soziales und weitere Partner involviert. Bei den Vorarbeiten ist neben anderen Richtlinien auch zu beachten, dass sich der Bauträger bei einem solchen Objekt an das Raumprogramm des Bildungsministeriums halten muss, das in Relation zur Kinderzahl klare Vorgaben macht.
Die Wohnungsgesellschaft hofft auf schnellstmögliche Akzeptanz und Zusage zur Umsetzung der Pläne. Dann kann eine offizielle Antragstellung erfolgen. Ziel ist es, nach der Vorbereitung des Geländes im Herbst noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen. Die Bauphase wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. So könnte die KiTa dann Anfang 2029 ihre Türen öffnen.