Mit dem zweiten Bauabschnitt nimmt Campus 1000 weiter Gestalt an: Auf dem Gelände der Universität des Saarlandes entsteht das nächste Studierendenwohnhaus mit 306 zusätzlichen Wohnplätzen. Gemeinsam mit den bereits fertiggestellten 234 Plätzen bildet sich Schritt für Schritt direkt auf dem Campus das neue studentische Wohnquartier heraus.
Mit einem symbolischen Spatenstich beginnt heute der zweite Bauabschnitt des Projekts „Campus 1000“. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker, der Aufsichtsratsvorsitzende der WOGE Saar und Staatssekretär Torsten Lang, die WOGE-Geschäftsführung mit Rita Gindorf-Wagner und Mirco Bertucci, Nikolas Gross vom ausführenden Bauunternehmen Peter Gross, Universitätspräsident Prof. Dr. Ludger Santen, Bürgermeisterin Barbara Meyer sowie der Vorstand des Studierendenwerks Carsten Rast gaben gemeinsam das Signal für den Neubau.
Am nördlichen Rand des Campus entsteht ein fünfgeschossiges Studierendenwohnhaus mit insgesamt 306 Wohnplätzen. Das Bauvolumen wird aktuell auf rund 34 Millionen Euro einschließlich Baunebenkosten geschätzt. Die Fertigstellung ist bereits für September 2028 vorgesehen. Bauherrin ist die landeseigene Wohnungsgesellschaft WOGE Saar. Mit der Errichtung wurde die Peter Gross Hochbau GmbH & Co. KG beauftragt.
Das neue Gebäude bietet insgesamt 298 Apartments, darunter acht Doppelapartments. 55 Zimmer werden barrierefrei ausgeführt, vier Apartments im Erdgeschoss sind rollstuhlgerecht. Auch die übrigen Apartments sind über einen Aufzug und entsprechend breite Flure gut erreichbar. Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume auf jeder Etage schaffen Raum für Begegnungen.
Die Apartments werden mit Mitteln von Land und Bund über die Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) im Rahmen des Programms zur Schaffung von Wohnraum für Studierende gefördert.
Auch bei Bauweise und Energieeffizienz setzt das Projekt auf moderne Standards. Das Gebäude wird in Massivbauweise mit Betonfertigteilen und in Mauerwerk errichtet, während die nichttragenden Außenwände in Holzbauweise ausgeführt werden. Eine extensive Dachbegrünung, Photovoltaikmodule und die Versorgung über Fernwärme ergänzen das Konzept.
Mit Campus 1000 entsteht auf dem Saarbrücker Universitätsgelände ein neues studentisches Wohnquartier. Der erste Bauabschnitt mit 234 Wohnplätzen ist bereits fertiggestellt. Mit dem jetzt entstehenden Studierendenwohnhaus entstehen 306 Plätze. Zwei weitere Bauabschnitte sollen in einem überschaubaren Zeitraum folgen. Perspektivisch wird die Zahl der Studierendenwohnungen auf dem Campus dadurch auf über 1.000 erhöht. So entsteht moderner und bezahlbarer Wohnraum mit kurzen Wegen zu Hörsälen, Bibliotheken und Mensa und damit ein wichtiger Beitrag zur Attraktivität des Saarlandes als Hochschul- und Wissenschaftsstandort.
Zitate
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Wer im Saarland studiert, soll hier nicht nur beste Bedingungen für Studium und Forschung finden, sondern auch gut und bezahlbar wohnen können. Mit 306 neuen Wohnheimplätzen schaffen wir dringend benötigten Wohnraum direkt auf dem Campus – modern, barrierefrei und klimafreundlich. Auch das ist Aufbruch im Saarland: Wir investieren in unsere Hochschulen, in gute Lebensbedingungen und vor allem in die jungen Menschen, die hier ihre Zukunft gestalten.“
Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker: “In der Wissenschaft beginnt vieles mit einer guten Idee. Bei Campus 1000 war das nicht anders. Aber entscheidend ist, was daraus wird. Aus ersten Überlegungen im Jahr 2022 sind inzwischen fertige Wohnhäuser geworden, weitere entstehen und die nächsten sind in Planung. Campus 1000 zeigt, dass wir nicht nur in kluge Köpfe und gute Forschung investieren, sondern auch in die Bedingungen, unter denen junge Menschen hier erfolgreich studieren können.”
Bauminister Reinhold Jost: “Wir haben beim sozialen Wohnungsbau im Saarland die richtigen Weichen gestellt: Mit einer modernen Landesbauordnung und deutlich verbesserten Förderbedingungen haben wir Bauen schneller, einfacher und günstiger gemacht – und der starke Anstieg der Investitionen und Förderabrufe zeigt, dass diese Maßnahmen wirken. Das Projekt Campus 1000 ist dafür ein hervorragendes Beispiel: Zu den bereits fertiggestellten 234 studentischen Wohnplätzen kommen jetzt weitere 306 hinzu, die Studierenden bezahlbaren Wohnraum direkt an der Universität bieten. Das ist sozialer Wohnungsbau mit einem doppelten Effekt: Wir schaffen günstigen Wohnraum für Studierende und sorgen gleichzeitig dafür, dass in den Städten Wohnungen frei werden, die dann wieder zu bezahlbaren Mieten zur Verfügung stehen.”
Torsten Lang, Aufsichtsratsvorsitzender der WOGE Saar: „Als WOGE Saar unterstützen wir die wohnungspolitischen Ziele des Landes tatkräftig und können mit dem Bau von 306 weiteren Studierendenwohnungen konkret bezahlbaren Wohnraum schaffen. Gerade für Studierende ist es wichtig, dass sie in unmittelbarer Nähe zur Universität gute und zugleich bezahlbare Wohnangebote finden. Mit solchen Projekten leisten wir zugleich einen Beitrag dazu, dass sich der angespannte Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt insgesamt ein Stück weit entspannt.“
Mirco Bertucci, Geschäftsführer der WOGE Saar: „Mit dem zweiten Bauabschnitt schaffen wir weitere 306 moderne und bezahlbare Wohnplätze für Studierende und entwickeln das neu entstandene Quartier auf dem Campus konsequent weiter. Gemeinsam mit den bereits fertiggestellten Gebäuden entsteht hier ein attraktiver Ort für studentisches Leben. Damit schaffen wir dringend benötigten Wohnraum und stärken zugleich den Hochschulstandort Saarbrücken.“
Universitätspräsident Prof. Ludger Santen: “Mit dem zweiten Bauabschnitt kommen wir unserem Ziel ein großes Stück näher, den Campus Saarbrücken als attraktiven Ort zum Studieren, Forschen und Leben weiterzuentwickeln. Bezahlbarer Wohnraum direkt auf dem Campus verbessert die Studienbedingungen und erleichtert insbesondere auch internationalen Studierenden das Ankommen an unserer Universität. Ich danke dem Land und allen Projektpartnern, die dieses wichtige Vorhaben gemeinsam voranbringen.“
Nikolas Gross, geschäftsführender Gesellschafter von Peter Gross Bau: „Mit 306 neuen Wohnheimplätzen entsteht auf dem Campus ein wichtiger Baustein für den Hochschulstandort Saarbrücken. Als saarländisches Bauunternehmen freut es uns besonders, ein Projekt dieser Größenordnung in unserer Heimatregion umzusetzen und damit zur Weiterentwicklung des Universitätsstandorts beizutragen“.
Carsten Rast, Vorstand des Studierendenwerk Saarland: „Jeder Wohnplatz der entsteht, nimmt einem weiteren jungen Menschen Last von den Schultern, denn wer sich nicht lange um die Wohnungssuche kümmern muss, hat schneller den Kopf frei für sein Studium. Zudem hilft das Wohnen direkt auf dem Campus ihnen dabei hier schnell anzukommen und zu bleiben, davon profitiert das ganze Land.“