Bei einem Rückblick auf das Jahr 2010 verzeichnen 83% der Unternehmen positive Zahlen im Vergleich zum Vorjahr und sehen auch für 2011 einen Umsatzzuwachs von über 10%. Armin Gehl, Leiter von automotive.saarland, sieht die saarländische Zulieferindustrie für die nächsten Jahre sehr gut aufgestellt: „Gerade in den Sektoren Personal, Produkte und Know-how punktet das Saarland als Deutschlands dritt größtes Automobilzulieferzentrum.“ Das Instrument der Kurzarbeit hat sich für 71% der Automobilunternehmen gelohnt. Dadurch konnten Fachkräfte und Stammpersonal gehalten werden. Kleinere Unternehmen äußern sich aber wegen der unverändert hohen Lohnnebenkosten bei Kurzarbeit kritisch. Über die Hälfte der Befragten möchte 2011 die Belegschaft erweitern. Kein Unternehmen gab an, Personal abbauen zu wollen.
Das Thema „Fachkräftemangel“ hat an Relevanz gewonnen. Davon sind bereits 43% der Unternehmen bereits betroffen, zwei Drittel sind sich einig, dass Fachkräfte bald fehlen werden. Vor allem für Berufe wie Werkzeugbauer, Industriemechaniker und Metallverarbeiter wird mit einem Mangel gerechnet. Außerdem werden Ingenieure und IT-Fachleute zunehmend gefragte Berufsgruppen sein.
Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann kommentierte die Ergebnisse der Umfrage wie folgt: "Das Saarland ist für seine hohe Kompetenz im Automobilsektor bekannt. Angesichts des demographischen Wandels müssen Unternehmen und Politik jetzt Strategien entwickeln, damit diese wichtige Branche auch in Zukunft wachsen kann. Deshalb freue ich mich, dass die Betriebe neues Personal einstellen wollen. Das Wirtschaftsministerium wird die Automobilbranche in den Bereichen Aus- und Weiterbildung weiterhin unterstützen."
Bezüglich Liquidität äußern sich die Unternehmer zuversichtlich. Nur jeder siebte Befragte kritisiert eine restriktive Kreditvergabe der Banken.
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